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2001 wurde die gegründet, welche die Verbesserung der hygienischen Verhältnisse und des Zugangs zu Toilettenanlagen zum Ziel hat und den ausrief. Etwa sechs von zehn Menschen hatten 2019 weltweit keinen Zugang zu hygienischen Sanitäranlagen,

Begriff

Der Begriff ''Toilette'' leitet sich aus der französischen Sprache ab, wo ?toilette? den Vorgang des Schminkens, Frisierens und Ankleidens der Hofdamen bedeutete ? ursprünglich hießen Frisier- und Waschtische ?toilettes?. Da die Frauen bei Hofe für ihre Toilette spezielle Ankleidezimmer besaßen und dort auf ihren auch ihre Notdurft verrichteten, bürgerte sich diese Bezeichnung, zunächst nur außerhalb Frankreichs, für das Klosett an sich ein, und zwar im Deutschen im 19. Jahrhundert und im amerikanischen Englisch ab dem Ende des 19. Jahrhunderts. Das gleichbedeutende französisch ''toilettes'' (im Plural) ist erst seit 1964 lexikographisch verzeichnet.

Andere ? oft scherzhafte und/oder veraltete/veraltende ? Bezeichnungen für diesen (kleinen) Raum sind der '''Lokus''' (von ), die '''Retirade''' (lat.-italienisch-französisch ?Ort des Rückzugs?), der '''Abtritt''' (eine Variante des ?Austretens?), der '''''' oder auch das '''stille Örtchen'''. Vulgärbezeichnungen sind ''Scheißhaus'' (mittelhochdeutsch ''schîzhûs,'' ursprünglich nicht anstößig), ? eigentlich ein Hohlraum in wasserlöslichem Gestein ? oder besonders im Militärjargon . Dialektale Begriffe sind in und auch ''Häusl,'' in der ''Hüüsli,'' verbreitet im Südwesten des deutschen Sprachgebiets sodann ''AB'' (verhüllend für Abort oder Abtritt). Früher übliche Bezeichnungen waren ferner ''Heimlichkeit'' oder ''heimliches Gemach'' sowie ''.''

Alle diese Bezeichnungen zeigen das hohe Schamgefühl gegenüber einem der intimsten menschlichen Themen sowie den Wunsch nach dem Alleinsein während der Benutzung einer Toilette und sind damit , die sich aus Dingen der Umgebung der Toilette ableiten lassen; keines meint in seinem Ursprung die Schüssel selbst.

Hinweisschilder an Toiletten tragen oft die Aufschrift ''00'' oder ''0.'' Das ergab sich, weil in s im 19. Jahrhundert die Toilettenräume üblicherweise in der Nähe des oder des es lagen. Da dort meist die Nummerierung der Zimmer begann, trugen die Toilettenräume die Zimmernummer '''0''' oder auch zweistellig '''00'''.

Die Toiletten sind meist mit einer und bereitgestellten Utensilien wie , und ausgestattet.

Geschichte

Gut ausgebaute Abortanlagen gab es bereits um 2800 v. Chr. in gab es sanitäre Räume, unter anderem Toiletten mit Wasserspülung.

Auch die '' gerechtfertigt haben.

Im gab es in isoliert stehenden Gebäuden, etwa en oder , Toiletten in Form von Nischen und Erkern (), die oft einfach ins Freie, in die Burggräben führten, eher selten gab es hölzerne Fallrohre.

Im städtischen Bereich wurden Toiletten in der Regel als n angelegt. Die wurden in Gräben, Gewässer oder Kanäle geleitet (? ) oder sie versickerten einfach im Boden. Die Anlage von Sammelrohren wurde zwar angestrebt, aber kaum durchgeführt. Die Hauswasserversorgung erfolgte meist durch hauseigene Pumpen, Schöpf- und Ziehbrunnen, mit der Gefahr der Verseuchung durch ungeklärte Abwässer, die nahe den Brunnen versickerten. Besonders für das Mittelalter und die frühe Neuzeit sind diese Latrinen wichtige Quellen, da außer den Exkrementen auch andere Abfälle in die Gruben gelangten und die Erhaltungsbedingungen für organisches Material wegen des Sauerstoffmangels und dadurch fehlender s- und Gärprozesse dort meist gut sind.

In großzügigen Schloss- und Palaisbauten des 17. und 18. Jahrhunderts waren Schlafgemächer und Kabinette der Besitzer sowie Gästezimmer mit tragbaren ) schwenkt während der Ball-Szene die Kamera in ein Nebengemach, vor dem sich die Herren im Frack drängeln und das angefüllt ist mit unzähligen Glastöpfen voller Urin.

Im Jahr 1596 erfand installierte.

1834 ließ der Präfekt Claude-Philibert de Rambuteau in Paris die ersten öffentlichen s errichten.

Wo in die erste Toilette mit installiert wurde, ist strittig. Bekannt ist, dass im in 1860 eine installiert wurde. Sie wurde damals für , die dort häufig zu Gast war, eigens aus iert. Älter ist das im . Die Ehefrau von Landgraf , Elisabeth, eine Tochter des englischen Königs , ließ bereits 1820 eine Toilette mit Wasserspülung bauen. Diese ist nicht mehr erhalten, da sie späteren Renovierungen zum Opfer gefallen ist.

Der Entwickler des WCs ist der englische Klempner George Jennings (1810?1882): Er stellte es auf der im Jahre 1851 im in London aus. In Deutschland verbreiteten sich Toiletten mit Wasserspülung gegen Ende des 19. Jahrhunderts in den Städten, als Wasseranschlüsse in den Häusern und vor allem die üblich wurden. Auf dem Land blieben dagegen oft noch bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg Plumpsklos üblich, also Abtritte mit Sickergruben (Latrinen), wie sie zuvor auch in den Städten üblich waren.

Das Sammeln von Urin war vormals für verschiedene Handwerke wichtig, weil dieses waschen verwendet wurde.

Typen

Porzellanstandardbecken

Am weitesten verbreitet sind WCs aus mit und . Hierbei gibt es folgende Bauarten:

Flachspüler

Sitzklosett, bei dem sich unter dem Gesäß des Benutzers eine Art Stufe befindet, auf die die Ausscheidungen fallen. Der Ablauf zum Siphon ist beim Flachspüler vorne (zur Raummitte). Die Ausscheidungen verschwinden erst beim über das in das Abwassersystem. Dadurch besteht die Möglichkeit der Inspektion des Stuhls (Farbe, Konsistenz, Blutauflagerungen, en) sowie der Entnahme einer Stuhlprobe zum Zwecke weiterer medizinischer Diagnostik. Der größte Nachteil dieser Bauart ist die starke Geruchsentwicklung, weswegen öffentliche und private Toiletten seit den 1990er Jahren auf Tiefspüler umgerüstet wurden.

Tiefspüler

Sitzklosett, bei dem die Exkremente in das Wasser eines fallen, der sich unter dem Gesäß des Benutzers befindet. Dadurch ist die Geruchsentwicklung gering, weil das Wasser den Kontakt der Exkremente mit der Raumluft verhindert. Ein Nachteil gegenüber dem Flachspüler ist jedoch, dass das Wasser oft an das Gesäß hochspritzt.

Eine Abwandlung dieses Spülsystems ist das Kaskaden-WC (auch Cascade-Spüler genannt): Der Ablauf zum Siphon ist hierbei ganz hinten (wandseitig),

Der Spülvorgang unterscheidet sich bei europäischen und nordamerikanischen Toiletten: Während in Europa das beim Spülen einlaufende Wasser die Exkremente wegtransportiert, wird in Nordamerika in den oft mehrfach n unüblich.

Als weitere konstruktive Neuerung finden seit den 2010er Jahren Toilettenschüsseln ohne Spülrand, die einfacher zu reinigen sind, zunehmende Verbreitung.

Kindertoilette

In manchen Einrichtungen für kleinere Kinder wie Kindergärten gibt es Kindertoiletten.
Zur Gewöhnung eines Kindes, das bislang noch ein benutzt hat, gibt es Toilettensitze mit einer kleineren Öffnung, damit das Kind nicht in die Toilette fallen kann. Für die Benutzung von beiden benötigen die Kinder bis ins Kindergartenalter immer den Beistand einer Betreuungsperson.

Hocktoilette

Bei einer (manchmal Stehtoilette genannt) sitzt der Benutzer auf keiner Schüssel, sondern befindet sich in Hocke. Die Toilette kann dabei ein einfaches Loch oder eine Rinne im Boden sein. Inzwischen gibt es größere, beckenähnliche Konstruktionen. Hocktoiletten sind in , und ischen Ländern verbreitet. Da kein direkter Kontakt von Körper und Toilette entsteht, werden sie oftmals als besonders hygienisch angesehen. Für Unerfahrene ist die Benutzung durchaus schwierig. Umgekehrt kann auch die Benutzung eines Sitzklos ein Problem für Menschen darstellen, die daran nicht gewöhnt sind und den Kontakt zwischen Gesäß und als unhygienisch empfinden. Vorteilhaft ist bei der natürlichen Hockstellung, dass der Enddarm nicht abgeknickt wird, anders als bei Sitztoiletten.

Stehende oder hängende Toilettenbecken

Früher war es üblich, Toilettenbecken frei im Raum aufzustellen. Das voluminöse verlief durch den Boden oder in die Wand und dann abwärts, bei an der Wand hängenden Toilettenbecken in die Wand hinein oder in einer gemauerten Wandnische unter dem Putz. Die Zufluss- und Abwasserleitungen liegen oft unsichtbar hinter einer konstruktion.

Als einfache Lösung, um die Abflussleitung vollständig zu verbergen und zugleich die Reinigung des Bodens zu erleichtern, bot es sich an, das Toilettenbecken wandhängend an der Konstruktion aufzuhängen. Hänge-WCs haben bei Neubauwohnungen die weiteste Verbreitung. Ihre Anschlussmaße bestimmen sich nach der DIN EN 33:2011-11.

Dusch-WCs

Moderne Toiletten werden auch als s gestaltet. Diese haben in der Schweiz einen Marktanteil von 10 Prozent und in Deutschland 1 Prozent.

In Verkehrsmitteln

In Eisenbahnen sind im Allgemeinen mindestens ein Toilettenpaar in 1./2. Klasse und eins in 3. Klasse (soweit der Zug 3. Klasse führte) an, die für geschlechtsgetrennte Nutzung ausgewiesen wurden.</ref> waren nicht erfolgreich.

Offene Bauart

Bei der ?offenen Bauart? spricht man auch von einer , bei der die Entleerung direkt nach außen erfolgt. Bei der war dies früher das am weitesten verbreitete System, weswegen in Bahnhöfen das Benutzen der Toilette verboten war. Den Vorteilen der einfachen Bauart, der ständigen Verfügbarkeit und der nicht notwendigen Entleerung eines Sammelbehälters stehen Verschmutzungs-, s- und gegenüber.

Geschlossene Bauart

Toiletten mit ''geschlossener Bauart'' haben einen Abwassertank, der normalerweise alle ein bis zwei Tage ins entleert wird. Die geschlossenen Bauarten (mit oder ohne Behandlung der Abwässer) werden überwiegend per entleert; dies ermöglicht es, beim Spülen Wasser zu sparen.
  • Vakuumtoiletten: n werden in , auf Schiffen, modernen Zügen sowie in der bemannten Raumfahrt eingesetzt. Toiletten im Weltraum sind wegen der fehlenden Schwerkraft nach einem staubsaugerähnlichen Prinzip konstruiert. Die Öffnung ist nur etwa handtellergroß und die Benutzung muss trainiert werden.
  • Vorteil von n ist, dass das Abwasser weniger oft entsorgt werden muss, der Nachteil sind die umweltschädlichen Chemikalien.
  • Bei der ''biologischen Behandlung'' der Abwässer wandeln die Fäkalien so um, dass der Wasseranteil wieder als verwendet werden kann. Biologische Toiletten ermöglichen lange Entleerungszyklen. Nachteil ist, dass das System ?kippen? kann, wenn beispielsweise die WC-Schüssel mit den falschen Chemikalien gereinigt wird.

Weitere Arten

  • (??, ?Reihenklosett?)
  • Toilette mit
  • Toilette mit Tank, etwa Kanister-groß für das Wohnmobil oder als kranbare für Baustelle und Veranstaltung
  • Toilette mit septischem Tank und für flüssige n
  • bzw. Trockentrenntoilette (TTC) (auch ''Trockenklo''): Toilette mit Feststoffkompostierung und Urintrennung
  • Komposttoilette ohne Urintrennung
  • )
  • ? öffentliche größere Toilettenanlage
  • auf Schiffen, in Flugzeugen, Zügen oder Reisebussen
  • ? um 1900 in der Entwicklung befindliche Art von Bedürfnisanstalten mit integrierter Verbrennung der Exkremente
  • , , ? Behälter zur Darm- und
  • für Slums

Alternativ werden zunehmend n dort eingebaut, wo eine Stoffstromseparation notwendig ist (wie in der radiologischen Abteilung von Krankenhäusern) oder wo eine mit vorgesehen ist. Teilweise werden auch sonstige Toiletten mit der Möglichkeit einer erprobt.

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Datei:Berlin Cafe Achteck.jpg|Toilettenhäuschen in , umgangssprachlich
Datei:Letrina abonera terminada.jpg|Freistehende Latrine,
Datei:Toilette arabisch.JPG|In orientalischen Ländern ist oft ein Wasserschlauch (links) zu finden
Datei:Toilette Deutschland Hauk.JPG|Toilettenhäuschen aus Holz an einem Teich in Brandenburg nahe der Grenze zu Polen
Datei:2019-07-06 (105) WLA WC 3 from Lower Austria fire fighting and civil protection at 47. Landestreffen der NÖ Feuerwehrjugend 2019 in Mank, Austria.jpg|WC-Container der Niederösterreichischen Feuerwehr und Katastrophenschutz am 47. Landestreffen der NÖ 2019 in , Österreich
Datei:BW 1984 HamburgUebung 022.jpg|Mannschafts-Latrine der Bundeswehr im Lager Ingolstadt (sog. "Zwölfzylinder" / 1984)
Datei:BW 1984 HamburgUebung 019.jpg|Mannschafts-Latrine der Bundeswehr im Lager Ingolstadt (Innenansicht / 1984)
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Technische Daten Abmessungen, Ausstattung, Randbedingungen

Zur Sicherstellung der Gebrauchstauglichkeit und des Zugangs sind bestimmte Abmessungen (Verkehrs- und Bewegungsflächen, Kabinenmaße) einzuhalten. Zur Sicherstellung des Zugangs zur Rettung hilfloser Personen wird beispielsweise empfohlen, Kabinentüren möglichst nach außen öffnen zu lassen; wo dies nicht möglich ist, muss eine größere Kabinentiefe vorgesehen werden. Die Höhe des WC-Sitzes z. B. ist entscheidend im Fall von barrierefreien Anlagen, aber auch in Kindertagesstätten und Schulen. Die je nach Umfeld als üblich zu betrachtenden Ausstattungen werden in den Richtlinien der Reihe VDI 6000 tabellarisch vorgegeben. Im öffentlichen Raum besteht vielfach die Anforderung nach Vorkehrungen gegen .
Bedingt durch den demografischen Wandel steigt nicht nur im öffentlichen Bereich, sondern auch im Wohnumfeld der Bedarf an barrierefreien Sanitäreinrichtungen.

Wasserverbrauch

Traditionelle Spülkästen waren für eine Spülwassermenge von 9?12 Liter ausgelegt. Der Spülvorgang konnte nicht unterbrochen werden. Aufgrund verbesserter Wasserführung im Toilettenelement genügen heutzutage sechs Liter und mittels Spartasten kann die Wasserspülung unterbrochen oder auf drei Liter begrenzt werden. Hugo Feurich entwickelte ein WC, das lediglich zwei Liter für einen Spülvorgang benötigt.

In vielen europäischen Ländern sowie in Japan haben sich Toiletten durchgesetzt, bei denen wahlweise mit einer unterschiedlichen Wassermenge gespült werden kann (?Spül-Stopp-Wasserspartechnik?, ?Zwei-Mengen-Spülsystem?). In anderen Ländern, wie den , wo die Hersteller eher mit generell wassersparenden Toiletten experimentieren, sind en mit Wahlschalter noch kaum im Handel.

Viele Toilettenräume sind mit Ablufteinrichtungen ausgestattet, welche Gerüche aus dem Raum ins Freie abführen. Eine andere Ausführung gestattet es, die Abluft direkt aus dem Toilettenbecken abzusaugen.

Öffentliche Toiletten

Öffentliche Toiletten werden häufig mit ''00'' oder ''WC'' gekennzeichnet.
Eine ist für öffentliche Toiletten so typisch, dass auch e, die lediglich eine Frau und einen Mann zeigen, als Hinweis auf eine öffentliche Toilette dienen. In sogenannten ''n'' ist keine Trennung nach Geschlecht vorgesehen, etwa für die eines oder in mobilen WCs. Auch an Orten, wo bislang getrennte Toilettenräume üblich oder vorgeschrieben waren, werden inzwischen wieder gemeinsam genutzte Sanitäreinrichtungen vorgesehen. Sie vermeiden Probleme bei der Toilettennutzung durch Eltern mit einem Kind des anderen Geschlechts sowie von en und Personen mit einer nonbinären -Identität, sparen Platz und können die verbessern.

Öffentliche Herrentoiletten sind in der Regel mit en oder zum Urinieren, seltener mit Speibecken, ausgestattet. In privaten Haushalten sind diese selten anzutreffen.

In öffentlichen Frauentoiletten in den Vereinigten Staaten ist in der Zelle gelegentlich ein zusammenfaltbarer Kindersitz an die Wand montiert, auf dem Kleinkinder mit einem Gurt gesichert abgesetzt werden können, während die Mutter die Toilette benutzt.

In Deutschland und Österreich wurde gefordert, dass in jeder , in der Frauen und Männer arbeiten, sowie in e mit Gastraum, unabhängig von dessen Größe, zwei nach Geschlechtern getrennte Toiletten angeboten werden. In Deutschland wurden die Richtlinien inzwischen gelockert.

Gelegentlich wird das Argument fehlender Damentoiletten genutzt, um die Anstellung weiblicher Mitarbeiter abzulehnen.

Ein Toilettenraum für beide Geschlechter, das ein Urinal für Männer enthält, macht den Toilettenraum für Frauen oft unattraktiv. Eine gewisse Abhilfe schafft eine Trennung in drei Bereiche, von denen der erste mit Waschbecken mit Spiegel durch eine kurze Trennwand von zweiten Bereich mit Urinal abgetrennt ist. Schließlich folgt das WC mit verriegelbarer Tür.

In größeren Betrieben, Ämtern oder Schulen sind getrennte WC-Anlagen für Mitarbeiter einerseits und Kunden, Besucher oder Schüler andererseits üblich. Getrennte Personal- und Patiententoiletten in Krankenhäusern oder Arztpraxen werden aus hygienischen Gründen eingerichtet.

Für den Unterhalt von öffentlichen Toiletten wird oft eine Benutzungsgebühr verlangt. Auch Gaststätten an belebten Orten nehmen gelegentlich eine Gebühr für Nicht-Gäste. Eine ist in Deutschland eine von Händlern und Gastronomen kostenlos zur öffentlichen Nutzung bereitgestellte Toilette. Dafür erhalten diese eine Aufwandsentschädigung der örtlichen Stadtverwaltung.

Regionale Eigenarten

In romanischen Ländern wird neben dem Klosett häufig ein installiert, das zum Waschen von und dient. In der gehobenen Hotellerie wird diese Ausstattung auch weltweit üblich.

In Industrieländern findet man häufig am Beckenrand von Toiletten sogenannte Duftspüler, die e enthalten. Sie sollen durch Abgabe von Düften unangenehme Gerüche überlagern und enthalten teilweise reinigende Zusätze. In arabischen Ländern befindet sich neben der Toilette stets ein Wasserhahn mit einem kurzen Wasserschlauch oder einem Gefäß zur Beförderung des Wassers zur persönlichen Hygiene und Reinigung der Toilette. Toilettenpapier wird gewöhnlich nicht verwendet. Oft wird ein Abfalleimer für Hygienepapiere und -artikel zur Verfügung gestellt.

In Teilen des ist die Benutzung der Toilette in einer Männern vorbehalten. Auch in Restaurants, auch solchen mit sogenanntem Familienabteil, fehlen oft Damentoiletten. 2006 öffnete im Basarviertel der nordirakischen Stadt eine erste öffentliche Damentoilette.

In japanischen Toiletten, insbesondere Frauentoiletten, findet sich häufig ein , ein kleiner , der die Körpergeräusche übertönt.

Latrinen-Sprüche und -Parolen

Toiletten sind Orte des Individualismus, in denen ein Kontakt zwischen dem einzelnen Nutzer und der nachfolgenden Öffentlichkeit gelegentlich über hergestellt wird, die an Kabinen-Innenwände geschrieben werden, insbesondere in häufig frequentierten Toiletten, wie bei Bahnhöfen, Gaststätten oder Universitätsgebäuden. Daraus abgeleitet sind ''Latrinenparolen'' oder ''Scheißhausparolen'', Begriffe aus der , die (nicht ernstzunehmende oder pessimistische) e meinen, die bei der gemeinsamen Entleerung an der Sickergrube oder Latrine durch alle Mannschaftsgrade entstanden.

Phobien

Die Phobie beschreibt die Angst vor dem Urinieren in öffentlichen Toiletten. Ähnliche Ängste gibt es auch beim (?Rhypophobie?).

Es gibt öffentliche WCs, deren Wände aus hergestellt sind. Die elektrisch leitenden Glasflächen werden bei Anlegen einer elektrischen Spannung undurchsichtig. Beim Betreten sind die Wände durchsichtig, erst wenn ein Schalter betätigt wird, werden die Wände undurchsichtig.

Als Kunstinstallation wurde eine öffentliche WC-Anlage errichtet, deren Wände aus halbdurchsichtigen Spiegeln bestehen. Vom dunklen Inneren erscheinen die Wände durchsichtig und die Benutzer des WCs können die Passanten draußen sehen, jedoch kann man von außen nicht hineinsehen.

Museen

Das städtische '''' besteht in (Oberösterreich),

Herstellung

Von einem Dauermodell werden mehrteilige, wieder verwendbare hergestellt.

Üblich sind eine zweiteilige Außen- und eine einteilige Innenform, welche zusammengesetzt die späteren außenliegenden Oberflächen ausbilden. Nach Trocknung werden die Teile zusammengesetzt und von unten mit einer masse geflutet, hauptsächlich aus n bestehend, der verstärkend wirkende Anteile zugemischt wurden. Der trockene Gips absorbiert einen Teil der Feuchte aus der Gießmasse, es bildet sich eine feste Schicht aus. Überschüssige, noch flüssige Gießmasse wird abgelassen. Wegen der begrenzten Aufnahmemöglichkeit können von einer Gipsform einige hundert Werkstücke erstellt werden. Nach etwa einer Stunde Verweilzeit können die Gipsformen entfernt werden. Die Grate werden üblicherweise manuell verputzt, gießtechnisch nicht herstellbare Teile wie bei Tiefspülern der Trennsteg im Sumpf des eingesetzt. Die Anschlüsse werden ausgestochen und kalibriert. Es folgt Trocknung, das Auftragen einer wässrigen Mischung als Grundbeschichtung aus Glaspulver und , maschinell oder manuell aufgetragener , Trocknung und Brand bei etwa 1200 °C, bei der die Tonteile miteinander .

Richtlinien

Die Pflicht zur Errichtung von Toiletten kann sich aus verschiedenen Rechtsnormen ergeben. In Deutschland regeln die der Länder den Bau von Toiletten, die in der Regel über Wasserspülung verfügen müssen. Teilweise sind auch Toiletten für Rollstuhlfahrer, also barrierefreie WCs, vorzusehen. ist Gegenstand der VDI 6008 Blatt 2 und einiger DIN-Normen. Dabei werden nicht nur Abmessungen geregelt. Die schreibt vor, dass Arbeitnehmern für Männer und Frauen getrennte Toilettenräume bereitgestellt oder eine getrennte Nutzung ermöglicht werden muss. Weitere Vorschriften finden sich im . Für kleine Gaststätten schreiben nicht mehr alle Bundesländer getrennte Toiletten vor. Der Bedarf an Sanitärobjekten sowie die Ausstattung der Sanitärräume sind Gegenstand anerkannter , insbesondere der Richtlinienreihe VDI 6000. Diese Richtlinienreihe besteht aus den einzelnen Richtlinien
  • VDI 6000 Blatt 1: Ausstattung von und mit Sanitärräumen; Wohnungen (2008-02)
  • VDI/BV-BS 6000 Blatt 1.1: Ausstattung von und mit Sanitärräumen; Grundlagen und Systeme; Vorgefertigte Sanitär-Bauelemente (Fertigsanitärräume, Installationssysteme) (2012-02)
  • VDI 6000 Blatt 2: Ausstattung von und mit Sanitärräumen; Arbeitsstätten und Arbeitsplätze (2007-11)
  • VDI 6000 Blatt 3: Ausstattung von und mit Sanitärräumen; Versammlungsstätten und Versammlungsräume (2011-06)
  • VDI 6000 Blatt 4: Ausstattung von und mit Sanitärräumen; Hotelzimmer (2006-11)
  • VDI 6000 Blatt 5: Ausstattung von und mit Sanitärräumen; Seniorenwohnungen, Seniorenheime, Seniorenpflegeheime (2004-11)
  • VDI 6000 Blatt 6: Ausstattung von und mit Sanitärräumen; Kindergärten, Kindertagesstätten, Schulen (2006-11)

Anforderungen zu öffentlichen Toiletten sind in der Richtlinie VDI 3818 ?Öffentliche Sanitärräume? enthalten.

Bedarfsermittlung

Grundlegend für die Planung von Sanitäranlagen ist die Bedarfsermittlung. Der Ausstattungsumfang an Sanitärobjekten (WCs, Urinale, Waschbecken usw.) wird nach der Anzahl der Nutzer und der angenommenen Gleichzeitigkeit bei der Nutzung der Einrichtungen ermittelt. So ist etwa bei Versammlungsstätten, an denen Veranstaltungen durchgeführt werden, von einer hohen Gleichzeitigkeit in Pausen und nach Ende der Veranstaltung auszugehen, während sich die Nutzung bei einer Messe gleichmäßiger verteilt. Für die verschiedenen Fälle liefert VDI 6000 Vorgaben.

Trivia

  • In seinem Film '''' (1974) hat die Tabuisierung des Gangs zur Toilette . Während die bürgerliche Gesellschaft bei einem Empfang gemeinsam auf der Toilette sitzt und darin nichts Anstößiges sieht, ist nunmehr das Essen tabuisiert. Gegessen wird an einem abgeschiedenen ?stillen Örtchen?.
  • Der Versicherungsunternehmer die ersten öffentlichen Toiletten (?Bedürfnisanstalten?) einrichten.
  • In Hamburg ist die Toilette unter der Bezeichnung ?Tante Meier? bekannt. Der Begriff stammt aus der dies zu ?Tante Meier?.
  • Die Toilette ist sicher ein Ort der Abspannung bei anstrengenden Situationen. Nach einer Umfrage der Jobbörse Jobware aus dem Jahr 2018 nutzt nahezu jeder zweite Arbeitnehmer (48 %) den Toilettengang während der Arbeitszeit, um eine Pause zu machen oder sich mit privaten Dingen zu beschäftigen. 33 % der Befragten gaben an, dass das stille Örtchen eine Atempause vom täglichen Arbeitsstress bietet. Das Smartphone bietet dabei für 15 % Gelegenheit zum Spielen und zweckfremden Chatten. Zum anderen sind 33 % der Arbeitgeber überzeugt, dass ihre Angestellten auf dem stillen Örtchen eine Pause einlegen.
  • Das Verb protzen, auch abprotzen, ist eine seit dem Ende des 19. Jahrhunderts von Berlin ausgehende gängige für ?eine (vorrangig öffentliche) Toilette benutzen?. Abgeleitet vom Namen des Versicherungs-Unternehmers

Siehe auch

Literatur

  • Jan Carstensen, Heinrich Stiewe: ''Orte der Erleichterung. Zur Geschichte von Abort und Wasserklosett.'' Imhof, Petersberg 2016 (Begleitbuch zur Ausstellung Freilichtmuseum Detmold).
  • Holger Dosch: ''Stätten der Welt.'' München 2004, Bodensatz, ISBN 3-00-012323-7.
  • Daniel Furrer: ''Wasserthron und Donnerbalken. Eine kleine Kulturgeschichte des stillen Örtchens.'' Primus in Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2004, ISBN 3-89678-248-7.
  • Joseph von Hazzi: ''Über den Dünger. Zugleich aber auch über das Unwesen dabei in Deutschland, besonders in der Haupt- und Residenzstadt München und in ganz Bayern.'' 1821.
  • Norbert Hierl-Deronco: ''Es ist eine Lust zu bauen ? Von Bauherren, Bauleuten und vom Bauen im Barock in Kurbayern-Franken-Rheinland.'' Krailing 2001, ISBN 3-929884-08-9.
  • Martin Illi; Stadtentwässerung Zürich (Hrsg.): ''Von der Schissgruob zur modernen Stadtentwässerung.'' NZZ Neue Zürcher Zeitung, Zürich 1987, ISBN 3-85823-173-8.
  • Stephan Kohl, Christina Huber-Yüzgec: ''Das stille Örtchen ? Tabu und Reinlichkeit bey Hofe: Eine Ausstellung der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg.'' Deutscher Kunstverlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-422-02285-0.
  • Bettina Möllring: ''Toiletten und 2003/2004 176 Seiten (), PDF, kostenfrei, 176 Seiten, 3,5 MB).
  • : ''Die Pracht der Latrine. Zum Wandel öffentlicher Bedürfnisanstalten in der kaiserzeitlichen Stadt'' (= ''Studien zur antiken Stadt,'' Band 1). Pfeil, München 1994, ISBN 3-923871-86-4.
  • Anton Schlicksbier, Winfried Helm, Enrico Santifaller: ''Stille Örtchen der Oberpfalz. Eine Fotodokumentation.'' Büro Wilhelm, Amberg 2003, ISBN 3-936721-03-3.
  • Adolf Schmieger und : ''Sittengeschichte des Abtritts.'' In: Leo Schidrowitz (Hrsg.): ''Sittengeschichte des Intimen: Bett ? Korsett ? Hemd ? Hose ? Bad ? Abtritt. Die Geschichte und Entwicklung der intimen Gebrauchsgegenstände.'' Verlag für Kulturforschung, Wien/Leipzig o. J. (um 1927), S. 269?306 und 307?313.

Weblinks

  • ''.
  • (PDF; 229 kB)
  • , Sonderausstellung der Walser Bachschmiede, Flachgau, Land Salzburg, orf.at, Bericht mit Video, 14. Juni 2016.
  • , auf Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland, Aktenzeichen: 71/8 ? BR 0004 / Regierung Düsseldorf Präsidialbüro BR 0004, Nr. 1592: Bau- und Unterhaltungsmaßnahmen an den Akademiegebäuden Bd. 4, Laufzeit 1875?1880

Einzelnachweise