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Die '''Dusche''' (eingedeutschte Schreibweise von = ?Leitung?), synonym '''Brause''', erlaubt die künstliche Beregnung des Körpers mit kaltem oder warmem Wasser zur angegliedert.

Das Duschen wird in der westlichen Welt vor allem unter dem Gesichtspunkt der Reinigung praktiziert, dient aber auch dem Wohlbefinden und der Entspannung. Duschen ersetzt heute in einem gewissen Umfang das Baden. Übliches Zubehör zum Duschen sind Seife, Shampoo, Duschgel, Duschhaube, Badeschwamm, Waschlappen und Rückenbürste.

Geschichte

Seit frühester Zeit geschah die Reinigung des Körpers, indem Wasser über diesen lief. Echte Duschen mit Wasserbehältern oder -zuleitungen gab es bereits im alten Griechenland. Bis zur allgemeinen Verbreitung der Dusche dauerte es aber noch etliche Zeit. In Frankreich wurde die Praxis des Duschens durch Jean Pidoux (ca. 1550?1610), Leibarzt am französischen Königshof, verbreitet. Er war auf die heilende Kraft der Mineralquellen in dem kleinen Ort Pougues (heute 1879 mit dem Einbau von Großraumduschen in seinen Kasernen.<div style="clear:left"></div>

Bauformen

Duschen bestehen typischerweise mindestens aus einer Wasserarmatur und dem Duschkopf. Die Nutzung von öffentlichen Duschen geschieht meist durch Betätigen eines Druckknopfs, der das Wasser für eine bestimmte Zeit freigibt.

Duschen können von der Umgebung abgegrenzt werden, um diese vor Spritzwasser zu schützen und für Privatsphäre zu sorgen. Zur Auswahl stehen Duschkabinen mit leichten Trennwänden und gemauerte Duschnischen sowie Schiebe-, Drehtüren oder Duschvorhänge aus Textil oder Folie.

Wenn ein eigener Bodenablauf vorhanden ist, wird ihm das ablaufende Wasser in der Regel durch eine mit Gefälle versehene ''Duschwanne'' oder ''Duschtasse'' zugeleitet.

Besonders in Schwimmbädern und an Stränden werden Duschen auch im Freien eingerichtet.

Bei Aufenthalten in der Natur werden Duschen auch durch das Aufhängen eines wassergefüllten Behälters improvisiert.

Mobile Duschen oder ''Fertigduschen'' stehen frei im Raum und finden Verwendung auf Baustellen, als Campingzubehör oder z.?B. als Übergangslösung in Altbauwohnungen ohne eigenes Badezimmer. Komplett gelieferte Duschkabinen können auch eine eigene Warmwasserbereitung und Abwasserpumpe enthalten, so dass nur ein Kaltwasseranschluss, eine Steckdose und eine Abflussmöglichkeit benötigt werden.

Duschkabinen werden in der Regel durch leichte Duschabtrennungen gebildet, die aus lackiertem Blech, Kunststoff oder Verbundmaterial bestehen können. Transparente Trennwände bestehen aus gefasstem oder freistehendem Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG), Verbundsicherheitsglas (VSG) oder schlagfestem Kunststoff. Der Einstieg kann durch drehbar gelagerte oder in Schienen oder Rollen geführte Elemente verschlossen werden.
Duschen ohne entsprechende Türen werden als Walk-In-Duschen bezeichnet.
Für Badewannen gibt es modulare Aufsätze, die ebenso wie Duschabtrennungen oft an einer angrenzenden Wand montiert werden. Dichtlippen sorgen für den Abschluss zur Dusch- oder Badewanne. In Regionen mit kalkhaltigem Leitungswasser kann die Entstehung von Kalkablagerungen durch das Abstreifen der Wassertropfen nach Verwendung der Dusche mithilfe eines Abziehers vermieden werden.
Duschkabinen sind auch mit Eckeinstieg, freistehend und viertelrunden Ecken erhältlich.
Zur Sonderausstattung gehören mehrstrahlfähige Duschköpfe, Massagefunktionen und Sitzmöglichkeiten.

Duschvorhänge bestehen oft aus PVC-, Vinyl- oder umweltfreundlicher EVA- bzw. PEVA-Folie. Textile Duschvorhänge werden aus Polyesterfasern (speziell aus veredeltem Trevira CS) oder seltener aus Baumwolle, Leinen oder PET (z.?B. aus recycelten Kunststoffflaschen) gefertigt. Der untere Saum wird oft durch Zink- oder Blei-Einlagen oder ähnliches beschwert, um den Einzug des Vorhangs durch den Warmluftauftrieb beim Duschen zu vermindern.
Zur Vermeidung von Stockflecken und der Bildung von Schimmel sollte der Duschvorhang nach dem Duschen frei hängend austrocknen können.
Bei der Breite des Duschvorhangs sollte eine Zugabe für den Faltenwurf von ca. 15?20 % berücksichtigt werden. Duschvorhänge aus Kunststoff können mit einer Schere auf das gewünschte Maß gebracht werden.

Die Befestigung des Duschvorhangs geschieht z.?B. mittels Ringen, Schlaufen oder Ösen aus Metall oder Kunststoff an einer Duschvorhangstange oder einem Tragseil. Seilsysteme und variable Teleskopstangen spannen von Wand zu Wand. Duschvorhangstangen in L-, U- oder Kreis-Form werden auch durch Deckenabhänger getragen.
Damit die Bewegung des Vorhangs durch die Abhängung nicht aufgehalten wird, können Führungsprofile mit innen laufenden Gleitschuhen oder Rollen eingesetzt werden.
Seltener werden Rollos verwendet, die aus gewöhnlich oben befestigten Rollenführungen gezogen werden können.

Duschen mit durchgehender, wasserdichter Ausbildung des Fußbodens oder mit Duschtasse auf Fußbodenniveau werden auch als ''ebenerdig'' oder ''bodengleich'' bezeichnet.
Sie finden Anwendung, wenn sich mehrere (Gemeinschafts-)Duschen (z.?B. von Sportstätten) einen gemeinsamen Ablauf teilen, sowie inzwischen aus Gründen des Nutzungskomforts, der Ästhetik oder der Barrierefreiheit häufig auch in privaten Haushalten.
Bei einem gefliesten Boden sollte auf mindestens 1,0 bis 3,0 % Bodengefälle längs und quer zum Ablauf sowie auf rutschhemmende Fliesen geachtet werden. Das Gefälle sollte mindestens ca. 10?cm über die Position eines hängenden Duschvorhangs hinausgehen. Im Baustoffhandel gibt es vorgefertigte Duschelemente unterschiedlicher Bauhöhe mit integriertem Abfluss.

Nach DIN 18040-1 hat zur Benutzung der Dusche mit Rollstuhl oder Gehhilfe die Wasserabschirmung mittels eines verschiebbaren Duschvorhangs zu erfolgen und nicht durch feste Elemente. Weitere Details sind z.?B. möglichst mobile Sitzgelegenheiten, Haltegriffe, gut erreichbare Ablageflächen und ausreichend Bewegungsfreiheit z.?B. für eine zweite Person. Mit Rollstuhl oder Gehhilfe benötigt die Dusche schnell eine 2x2?m große Grundfläche, wobei in diesen Fällen eine Badewanne meist überflüssig wird.

Viele Wünsche müssen unabdingbar vor der Planung des Badezimmers berücksichtigt werden, damit rechtzeitig auf bauliche Notwendigkeiten und Genehmigungen wie Wasseran- und Abfluss, Stromanschluss, Statik, Wandstärken, Untergrund, Bodenhöhe und Lüftung eingegangen werden kann. Bei intensiven Eingriffen kann z.?B. leicht eine wesentliche Komfortsteigerung wie Bodenheizung, ein beheizter Handtuchhalter oder eine Platz sparende Toilettenschüssel Berücksichtigung finden.

Die Wände müssen im Spritzwasserbereich abgedichtet, wasserabweisend gefliest und die Fugen wasserabweisend verfugt werden. Mit dem Lotos-Effekt behandelte Bauteile erleichtern die Pflege. Bei mangelnder Pflege, im Besonderen bei schlechter Belüftung/Trocknung, kommt es unabhängig von der gewählten Variante der Duschabtrennung schnell zu Stockflecken, Schwarzschimmel oder Algenbewuchs.

Bei Badezimmern ohne Fenstern ist nach DIN 18017 Teil 3 eine Einzelentlüftungsanlage die Norm.

Physikalische Aspekte

Wasser- und Energieverbrauch

Der Energieverbrauch beim Duschen liegt bei den meisten Privathaushalten an zweiter Stelle nach dem Heizen. In einer Dusche mit einem herkömmlichen Duschkopf werden ca. 15 Liter Wasser pro Minute verbraucht. Bei einem fünf Minuten dauernden Duschvorgang werden in einer solchen Dusche somit 75?Liter Wasser verbraucht. Da der Verbrauch beim Baden rund zweimal so hoch ist wie beim Duschen, gilt ?Duschen statt Baden? als eine der effizientesten Energiespar- und Klimaschutzmaßnahmen. Das gilt freilich nur, wenn im Schnitt nur wenige Minuten geduscht wird.

Wassersparende Duschköpfe können den Verbrauch um weitere 50 % senken, was den CO<sub>2</sub>-Ausstoß eines Haushalts um rund 90?kg CO2 (8?12 %) und die Energiekosten um 100 bis 200 Euro pro Jahr senken kann. Neben den Energiekosten ermöglicht es diese Wasserspardusche gleichzeitig bei den Wasser- und Abwasserkosten zu sparen.
Gute Spülwirkung, etwa zum Ausspülen von Shampoo-Schaum aus den Haaren, bieten jene Wasser sparenden (Hand-)Duschköpfe, die den Wasserdruck effektiv in hohe Geschwindigkeit der Wassertropfen umsetzen. Als modern und förderlich für das allgemeine Wohlbefinden werden neuerdings sogenannte Regenduschen angepriesen, die aus einer größeren Fläche aus größeren Öffnungen große Tropfen ?regnen? lassen. Bei nur mäßiger Spülwirkung bringt das aber einen hohen Wasser- und Energiebedarf mit sich.

Strömungsdynamik

David Schmidt von der University of Massachusetts erforschte den Umstand, dass Duschvorhänge beim Duschen nach innen wallen, und erhielt dafür 2001 den Ig-Nobelpreis. Mit Hilfe einer Software für Strömungsdynamik simulierte er 30 Sekunden Duschen mit Vorhang. Dafür wurde der Raum um eine Badewanne mit Duschvorhang in 50.000 Segmente aufgeteilt. Die Berechnung zeigte, dass in der Dusche ein stabiler Wirbel aus Luft und Feuchtigkeit entsteht. Im Inneren dieses Wirbels herrscht ein geringerer Luftdruck, ähnlich wie in einem Tornado, so dass der Vorhang zum Duschstrahl hin gesaugt wird. Beim heißen Duschen wird der Effekt durch die Wärmebewegung verstärkt.

Seit geraumer Zeit wird versucht, diesem Phänomen entgegenzuwirken. Neben am unteren Rand beschwerten Vorhängen (Bleigewichte) und einem einfach einzuhängendem Rückhaltesystem (Duschfuchs) wurden unterschiedliche Systeme patentiert.

Elektrostatik

Beim Zerstäuben von Wassertropfen lädt sich die Luft negativ auf. Dieser Vorgang wird umgangssprachlich als ''Wasserfall-Elektrizität'', fachlich als ''Balloelektrizität'' oder als ''Lenard-Effekt'' bezeichnet.
Zum Ladungsausgleich müssen die Frischwasserleitungen mit der metallenen Duschtasse, bei Acryltassen mit der Ablaufgarnitur durch ein Erdungskabel miteinander verbunden werden.

Feuchtigkeitsbildung

Da in geschlossenen Räumen vor allem beim Duschen mit warmem Wasser viel Feuchtigkeit an die Raumluft eingebracht wird, ist gutes Lüften des Raumes nach dem Duschen ratsam. Die weitere Raumbeheizung wirkt unterstützend. Außerdem wird empfohlen, die Duschkabinen oder Kacheln anschließend mit einem Wischer abzuziehen, damit der Luftfeuchtegehalt auf ein Minimum reduziert und somit die Schimmelbildung vermieden werden kann. Das Ausmaß der sich bildenden Feuchtigkeit durch kondensierte Luftfeuchtigkeit hängt auch von der Umgebungs- und Wandtemperatur ab.
Je kühler die Umgebungsluft, desto eher bilden sich Wasserdampfschwaden,
je kühler die Wände, umso mehr Feuchtigkeitsniederschläge auch bei gemäßigter Wassertemperatur und angenehmer Lufttemperatur.

Mietrecht

Mieter dürfen einem Urteil des Landgerichts Köln zufolge prinzipiell zu jeder Zeit des Tages, also auch nachts, duschen. Das Gericht stellte 1997 fest: ?''Eine Klausel in einer Hausordnung, die Baden und Duschen nachts verbietet, ist unwirksam. Körperpflege stellt auch nachts ein sozialadäquates Verhalten dar und gehört zum normalen Mietgebrauch.''?

Gemäß einem Beschluss des Oberlandesgerichts Düsseldorf sind jedoch mehr als 30 Minuten für diese Tätigkeiten nicht mehr angemessen.

Siehe auch

Einzelnachweise

Weblinks